"Ausflug" nach Schweden

17.05.2017

Am Anfang der Luftfahrt stellte der Antrieb ein großes Problem dar. Dampfmaschinen waren viel zu schwer und zu schwach um einen Flugzeugpropeller anzutreiben. Erst Benzinmotoren brachten die nötige Leistung.

 

Mikael Carlson wohnt in Südschweden und hat sich ganz den frühen Flugzeugen und ihren Motoren verschrieben. „Ich suche nach Originalmotoren. Man findet sie in Scheunen, bei Sammlern oder in Museen. Ich baue dann ein Flugzeug originalgetreu nach, dass mit so einem Motor ausgestattet war – also die Motoren bestimmen welches Flugzeug ich baue!“

 

Einen wunderschönen Fokker DR 1 Dreidecker aus dem Ersten Weltkrieg hat er gebaut und eine Fokker D 7 aus derselben Zeit. Außerdem hat er zwei originale Blériot XI restauriert. Das ist der Flugzeugtyp mit dem Louis Blériot 1909 als erstem die Ärmelkanalüberquerung gelungen ist. Selbstverständlich hat Mikael Carlson diesen Flug auch schon gemacht, zum neunzigsten und hundertsten Jubiläum von Blériots Kanalüberquerung.

 

Gerade baut Carlson an einem „neuen alten“ Flugzeug: einer Pfalz D.VIII von 1918. Wieder war der Motor der Grund für die Wahl des Flugzeugtyps, ein 11-Zylinder, 19 Liter Umlaufmotor mit 200 PS vom Typ „Siemens-Halske Sh.III“.

 

Natürlich wollten wir von Mikael wissen wie es ist, diese alten Flugzeuge zu fliegen. Seine Antwort war überraschend: „Das Fliegen ist hier Nebensache. Viel wichtiger und schwieriger ist es dafür zu sorgen, dass der Motor gut läuft!“

Diese frühen Flugzeugmotoren scheinen es „in sich“ zu haben und Mikael Carlson ist ein Spezialist auf dem Gebiet. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm!

 

Unser Flug zu ihm war wie ein Ausflug ins letzte Jahrhundert: Einfach nur wunderbar.

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