Peggy Walentin

 

Die Fliegerei wurde mir nicht direkt in die Wiege gelegt. Mit 23 Jahren bekam ich den ersten Kontakt zur Fliegerei, wobei mich in diesen kleinen Maschinen eher die Flugangst plagte, als dass mir dies Freude bereitete. 4 Jahre später packte mich der Ehrgeiz und ich das Problem an den Wurzeln - ich begann meine Pilotenausbildung. Nur 11 Wochen später hielt ich meine Privatpilotenlizenz für 1-motorige Flugzeuge  in der Hand. Es folgten Kunstflugberechtigung, 2-mot  Rating und die Ausbildung zum Fluglehrer. Ich war so gepackt von der Fliegerei, dass zusätzlich und ungeplant noch ein weiteres Highlight dazukam. 
 

Aussteigen bekam hier eine neue Bedeutung. 
WING-WALKING - FREIHEIT AUF DEN FLÜGELN. 
Mit unglaublicher Energie, hartem Training, viel Motivation und (fast) immer einem Lachen startete ich meine Karriere als Extremsportlerin und flog 17 Jahre im Barnstormer Stile auf den Flügeln einer historischen Boeing Stearman (Baujahr 1943).

Heute motiviere und inspiriere ich andere  Menschen, ihre Träume zu verwirklichen, erarbeite und koordiniere Flug-Stunts, unterstütze mit meinen Erfahrungen aus über 25 Jahren Luftfahrt verschiedene Firmen und kann auch selbst das Fliegen nicht lassen. Ein weiteres Zukunft-Projekt ist meinem Wing-Walking Team ein neues Gesicht zu geben, diesmal mit mir als Pilotin.

Auf der Hahnweide 2016 unterhielt ich mich mit Gerhard Fahnenbruck über Visionen, Ideen, Träume und recht schnell wurde daraus ein handfestes Vorhaben...
- FLIEGEKUNST. Der Film -

 

(Foto copyright by Anton Wildberger)

Dr. Gerhard Fahnenbruck

 

Der Segelflug interessierte mich quasi schon immer. Mit 14 Jahren saß ich zum ersten Mal als Flugschüler am Steuer einer K7. Später kamen der Motorflug bis hin zur Verkehrsfliegerei hinzu. Inzwischen fliege ich als Kapitän Verkehrsflugzeuge, springe aber auch mit Fallschirmen und Fahnen aus intakten Fluggeräten aller Art, um für die Stiftung Mayday auf großen Veranstaltungen Werbung zu machen. 

 

Die Stiftung Mayday kümmert sich um Fluglizenzinhaber, ehemalige Fluglizenzinhaber und deren Angehörige in Not - unabhängig von Ursache oder Schuld. Als Psychologe bin ich klinischer Direktor der Stiftung Mayday und gleichzeitig einer der Vorstandsmitglieder. 

 

Beim Anblick der vielen alten, aber immer noch fliegenden Segelflugzeuge beim Oldtimertreffen auf der Hahnweide 2016 entstand bei mir ein inneres Bedürfnis, mich mit der Geschichte der Anfänge der Fliegerei aus heutiger Perspektive zu beschäftigen und eine Dokumentation darüber zu drehen, damit das Wissen darum nicht verloren geht.

 

Aus der initialen Idee entstand sehr schnell das Projekt FLIEGEKUNST und ein dichtes Netz aus Interessenten und Unterstützern. Schon vor dem offiziellen Start gab es bereits besondere Begegnungen, die seither nicht abzureißen scheinen. Ich bin immer wieder beeindruckt. Je mehr ich mich mit der damaligen Zeit des Aufbruchs beschäftige, desto spannender wird’s. Ich hoffe sehr, dass sich das auch in dem noch zu produzierenden Film vermitteln läßt. Die damalige Zeit war einerseits noch sehr gefährlich und mit vielen tragischen Unfällen verbunden, andererseits aber einfach auch großartig für die Fliegerei wie wir sie heute kennen.

(Foto copyright by Frank Herzog)

Die Menschen hinter dem Projekt FLIEGEKUNST